Für Betroffene

Die meisten der Bewohner unserer Wohngemeinschaften kommen aus dem russischsprachigen Kulturraum , sind langjährig suchtkrank, teilweise auch mehrfach- abhängig und leiden unter sozialen, körperlichen sowie psychischen Folgeschäden. In der Regel ist nicht einmal ihre Grundversorgung mit Wohnung, Kleidung und Nahrung gesichert, eine Anbindung an das medizinische Versorgungssystem ist eher die Ausnahme. Obdachlosigkeit, Arbeits- und Mittellosigkeit, nur geringe psychische wie materielle Ressourcen und ein zunehmender Entwurzelungsprozess führen zur Entfremdung von der Gesellschaft und zunehmender Isolation. Aus eigener Kraft werden sie keine Umkehr bewerkstelligen können. Um die Abwärtsspirale von zunehmender Verelendung, Diskriminierung und Ausgrenzung zu stoppen, sind sie auf externe Hilfe angewiesen.

Diese Starthilfe leistet die Wohnbetreuung des Neuen Leben e.V.

Wir verstehen  unser Angebot als Überlebenshilfe für drogen- und alkoholabhängige Menschen, die damit die Chance erhalten, in einer betreuten Auszeit mit uns an einem neuen Lebensentwurf zu arbeiten.  Die Bewohner leben in einer familienähnlichen Atmosphäre.   Der Lebensstil ist einfach und realitätsnah; auf einem Niveau, wie es für die meisten außerhalb unserer Wohngemeinschaften realistisch wäre.   Wir lassen die Bewohner an einem Leben teilhaben, in welchem wir den Alltag in seiner Normalität und den „Feiertag" in seiner Besonderheit bejahen und gemeinsam gestalten.

Wir akzeptieren dabei unterschiedliche Lebensentwürfe und orientieren uns an den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Bewohner , aber auch an den durch ihre Suchterkrankung gegebenen Grenzen. Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch über eigene Potenziale und Ressourcen verfügt, um seine Situation zu verändern. Sie aufzugreifen, zu ermutigen, und zu fördern und auszubauen ist unsere gemeinschaftliche Aufgabe, die wir in christlicher Verantwortung gern erfüllen.